Am 25. Mai 2018 ist die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Daher wurden unsere Datenschutzrichtlinie sowie die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) entsprechend aktualisiert.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass im Rahmen der DSGVO bei einer Verarbeitung personenbezogener Daten eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) abzuschließen ist.

Diese ist in eBilanz-Online hinterlegt und wird Ihnen nach der Anmeldung automatisch angezeigt. Nach Bestätigung der AVV können Sie eBilanz-Online wie gewohnt nutzen.


Digitaler Finanzbericht

Was ist der Digitale Finanzbericht?

Ihr Jahresabschluss bzw. Ihre Einnahmenüberschussrechnung ist eine wesentliche Grundlage für die Bonitätsprüfung, zu der finanzierende Banken und Sparkassen gesetzlich verpflichtet sind. Bislang reichen Sie diese Unterlagen in Papierform bzw. als PDF ein, obgleich sie elektronisch erstellt worden sind. Mit dem Digitalen Finanzbericht kann die deutsche Kreditwirtschaft Ihnen nun ein zeitgemäßes Verfahren zur medienbruchfreien elektronischen Übertragung von Jahresabschlüssen und Einnahmenüberschussrechnungen anbieten – einfach, sicher, zeit- und ressourcensparend.

Als wichtiger Beitrag zur Digitalisierung des Wirtschaftslebens wird der Digitale Finanzbericht von der Digitalen Agenda der Bundesregierung unterstützt. Weiterführende Informationen finden Sie auf der offiziellen Homepage.

 

Wie funktioniert der Digitale Finanzbericht?

Jahresabschlüsse und Einnahmenüberschussrechnungen werden nahezu ausnahmslos mittels Buchhaltungssoftware erstellt. Das Finanzamt nimmt steuerliche Jahresabschlüsse schon seit dem Wirtschaftsjahr 2013 ausschließlich als sogenannte E-Bilanz im Format XBRL (Extensible Business Reporting Language) entgegen. Steuerberater/Wirtschaftsprüfer (und Unternehmen, die ihre Abschlüsse selbst erstellen) verfügen damit bereits heute über die Technologie und das Know-how zur elektronischen Übertragung von Jahresabschlüssen. Diese erprobte und bewährte technische Infrastruktur nutzt auch der Digitale Finanzbericht.

Der Aufwand, den Sie im Zusammenhang mit der Einführung der steuerlichen E-Bilanz hatten, trägt nun ein weiteres Mal Früchte.

 

Ändert sich der Umfang meiner Abschlussdaten? Muss ich mehr Informationen bereitstellen?

Ganz eindeutig nein: Berichtsumfang und Informationstiefe ändern sich durch den Digitalen Finanzbericht gegenüber der bisherigen Abgabe des Jahresabschlusses nicht. Sie berichten im gleichen Umfang, wie Sie es bisher schon getan haben. Der XBRL-Standard betrifft nur die technische Datenübertragung, er schafft keinen neuen Rechnungslegungsstandard. Das gesamte Verfahren beruht unverändert auf der individuellen Geschäftsbeziehung zwischen Ihnen und Ihrer Bank bzw. Sparkasse.

 

Sind meine Abschlussdaten sicher?

Nach wie vor stellen die Verantwortlichen in Ihrem Unternehmen den Abschluss verbindlich fest und entscheiden wer Ihre Daten erhält. Durch die direkte Versendung an den vorgesehenen Empfänger haben Dritte keinen Zugriff auf die Daten.

Bankgeheimnis und Datenschutz gelten auch beim Digitalen Finanzbericht uneingeschränkt: Wie schon bisher werden Ihre Abschlussdaten sowohl bei Ihrem Steuerberater/Wirtschaftsprüfer als auch bei Ihrer Bank oder Sparkasse in einer technisch besonders geschützten Umgebung und unter genauer Einhaltung aller Vorschriften zu Datensicherheit und Datenschutz verarbeitet. Alle gesetzlichen und vertraglichen Verschwiegenheitspflichten gelten auch unter dem Digitalen Finanzbericht unverändert.

Übertragen werden die Abschlussdaten direkt mittels einer in der Finanzdienstleistungsbranche bewährten Technologie zur Verschlüsselung und zur Authentifizierung der am Übertragungsvorgang Beteiligten.

 

Welche Vorteile bringt mir der Digitale Finanzbericht?

Der Digitale Finanzbericht ist ein Schlüsselbeitrag der am Jahresabschlussprozess mitwirkenden Branchen zur Digitalisierungsinitiative der Bundesregierung „Industrie 4.0“, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen auch in Zukunft sicherzustellen.

Deshalb bietet der Digitale Finanzbericht zahlreiche Vorteile:

  • Es gibt nur noch einen elektronischen Verteilungsprozess für Jahresabschlüsse. Sie können an Banken und Sparkassen auf dem gleichen Weg übertragen werden wie bereits an die Finanzverwaltung und den Bundesanzeiger.
  • Der administrative Aufwand für das Handling papiergebundener Abschlüsse entfällt, die elektronische Datenübertragung spart Zeit und Prozesskosten.
  • Der fehleranfällige Medienbruch bei der Übertragung der Abschlüsse fällt weg.
  • Die Anzahl von zeitraubenden und arbeitsintensiven Rückfragen verringert sich aufgrund des standardisierten Ablaufs.
  • Ein wesentlicher Teil des Kreditprozesses wird beschleunigt. Das kann die Bearbeitungszeit von Kreditanfragen verkürzen.
  • Die erforderliche Technologie steht bereits zur Verfügung und ist in der steuerlichen Praxis erprobt und bewährt.

Deshalb: Der Digitale Finanzbericht ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur konsequenten Digitalisierung aller Finanzprozesse innerhalb des Unternehmens.


Anleitung zur Teilnahme am Digitalen Finanzbericht (DiFin)

Ab April 2018 startet deutschlandweit der verbindliche Versand und Empfang von Digitalen Finanzberichten.

Bislang teilnehmende Kreditinstitute finden Sie auf der Seite Digitaler-Finanzbericht.de.

Wie Sie daran teilnehmen können, lesen Sie in der untenstehenden Anleitung.

  1. Prüfen Sie, ob das Kreditinstitut mit dem Sie zusammenarbeiten teilnimmt und den Digitalen Finanzbericht empfangen kann. Dazu geben Sie entweder im Verwaltungsmenü von eBilanz-Online unter „Extra – Verfügbarkeitsprüfung“ die Bankleitzahl ein. Oder Sie schauen auf der Seite Digitaler-Finanzbericht.de.

  2. Nehmen Sie Kontakt mit einem teilnehmenden Kreditinstitut auf und lassen sich die Teilnahme- und Verbindlichkeitserklärung (TVE) mit Ihrer Kundennummer zusenden. Mit dieser vereinbaren Sie die Versendung des Digitalen Finanzberichtes und erklären gegenüber Ihrem Kreditinstitut die Verbindlichkeit der von Ihnen digital übermittelten Jahresabschlüsse. Erst dann werden elektronische Einreichungen vom Empfänger als verbindlich anerkannt. Sie gilt bis zum Widerruf und muss nicht immer wieder verlängert werden.

  3. Wenn Sie Abschlüsse an verschiedene Kreditinstitute verschicken wollen, ist an jedes Institut ein eigenes Exemplar der TVE zu senden.

  4. Sollen Digitale Finanzberichte von Ihrem Wirtschaftlichen Berater versendet werden, senden Sie ihm die TVE zur Information in Kopie und treffen mit Ihrem Berater eine Vereinbarung zum Versand.

  5. Erstellen Sie den Digitalen Finanzbericht (DiFin) in eBilanz-Online entweder als separaten Bericht oder legen Sie einen kombinierten Vorgang an und nutzen die bequeme Datenübernahme aus z.B. der Offenlegung. Wie gewohnt finden Sie im Benutzerhandbuch ausführliche Hinweise zur Anwendung.

  6. In der Anfangsphase ist die Mitsendung eines Jahresabschlusses in PDF-Format gefordert, damit beim Empfänger im Zweifel ein Vergleich stattfinden kann. Diesen können Sie direkt zum Bericht hochladen. Eine Unterschrift ist hier NICHT notwendig.
  1. Klären Sie mit Ihrem Mandanten, ob er an der Teilnahme interessiert ist bzw. ob er von seinem Kreditinstitut bereits darauf angesprochen wurde. Prüfen Sie, ob das Kreditinstitut Ihres Mandanten bereits am DiFin-Verfahren teilnimmt. Dazu geben Sie entweder im Verwaltungsmenü von eBilanz-Online unter „Extra – Verfügbarkeitsprüfung“ die Bankleitzahl ein. Oder Sie schauen auf der Seite Digitaler-Finanzbericht.de.

  2. Ihr Mandant erklärt gegenüber seinem Kreditinstitut mit der von diesem ausgehändigten  Teilnahme- und Verbindlichkeitserklärung (TVE) die Verbindlichkeit der von Ihnen digital übermittelten Jahresabschlüsse. Ihr Mandant muss in seiner TVE lediglich Ihre Kanzlei als Absender eintragen, um Sie gegenüber seiner Bank oder Sparkasse zu autorisieren.

  3. Vereinbaren Sie mit Ihrem Mandanten die elektronische Abschlussdatenübermittlung, ggf. über eine entsprechende Teilnahmeerklärung und lassen Sie sich das empfangende Kreditinstitut Ihres Mandanten mit Bankleitzahl und Kundennummer nennen (Empfehlung: Kopie der TVE). Diese Angaben brauchen Sie für die elektronische Übermittlung.

  4. Erstellen Sie den Digitalen Finanzbericht (DiFin) in eBilanz-Online entweder als separaten Bericht oder legen Sie einen kombinierten Vorgang an und nutzen die bequeme Datenübernahme aus z.B. der Offenlegung. Wie gewohnt finden Sie im Handbuch ausführliche Hinweise zur Anwendung.

  5. In der Anfangsphase ist die Mitsendung eines Jahresabschlusses in PDF-Format gefordert, damit beim Empfänger im Zweifel ein Vergleich stattfinden kann. Diesen können Sie direkt zum Bericht hochladen. Eine Unterschrift ist hier NICHT notwendig.

Einen einfachen Überblick der nötigen Informationen und Schritte bietet Ihnen auch der DiFin-Kanzleileitfaden.

Häufige Fragen zum Digitalen Finanzbericht

 

Wie wird beim neuen Übertragungsverfahren der Datenschutz gewährleistet?

Der Digitale Finanzbericht basiert auf Technologien zur Authentifizierung und zur Verschlüsselung, die im Finanzdienstleistungsbereich erprobt und bewährt sind. Dadurch ist der zuverlässige Schutz der Abschlussdaten auf dem Übertragungsweg gewährleistet. Überdies wird ein besonderes Augenmerk auf die verlässliche Identifikation des Übermittlers gelegt, sodass Bilanzen nur von autorisierten Nutzern versendet werden können.


Verlangen Banken und Sparkassen mit dem Digitalen Finanzbericht mehr Informationen?      

Nein, die benötigten Informationen ergeben sich wie bisher aus der Beziehung zwischen Kunde und seiner Bank oder Sparkasse. Die Änderungen betreffen nur die Art der Übermittlung der Abschlussdaten.


Ändert sich durch das neue Verfahren die Haftungssituation zwischen dem beteiligten Steuerberater/Wirtschaftsprüfer und der empfangenden Bank/Sparkasse?

Banken und Sparkassen, die am Digitalen Finanzbericht teilnehmen, haben rechtlich klargestellt, dass die "wirtschaftlichen Berater" ihnen gegenüber nicht für fahrlässig (inklusive grob fahrlässig) verursachte Schäden haften, die ausschließlich aus der Besonderheit der elektronischen Abschlussübermittlung entstehen.
Dadurch werden Steuerberater/Wirtschaftsprüfer bei der elektronischen Übermittlung nicht schlechter gestellt, als hätten sie den Abschluss ihrem Mandanten zur (Papier-)Einreichung bei der Bank bzw. Sparkasse gegeben.

 

Welche Institute nehmen teil?

Eine Liste der empfangsbereiten Kreditinstitute finden Sie auf der Seite Digitaler-Finanzbericht.de.

 

Welche Jahresabschlüsse können zur Bonitätsprüfung digital eingereicht werden?

Teilnehmende Kreditinstitute und Rating-Agenturen nutzen die Kern- und Ergänzungstaxonomie ab der Version 6.0, teilweise auch schon 5.4.
Welche Versionen akzeptiert werden, können Sie in eBilanz-Online im Verwaltungsmenü unter "Extra - Verfügbarkeitsprüfung" anhand der Bankleitzahl leicht rausfinden.

Muss die beigefügte bildliche Kopie im PDF-Format unterschrieben werden?

Nein, im Sinne der Digitalisierung können Sie die PDF auch ohne Unterschrift senden. Ein erneutes Scannen ist also nicht nötig.

Was bedeutet "materielle Identität"?

Die Angaben des Jahresabschlusses in der angehängten PDF-Datei zeichnen mit den erfassten Angaben im Digitalen Finanzbericht im Wesentlichen das gleiche Bild über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens.
So wissen Empfänger, dass die digital erfassten Daten führend sind und nicht die PDF ausgedruckt werden muss.

Haben Sie noch Fragen? Dann rufen Sie uns kostenfrei an: 0800 - 1 23 43 36